George Sand
 
 
 
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George Sand

 

 

 

 

 

Das bewegte Leben der George Sand (1804-1876)

George Sand - hinter diesem Namen verbirgt sich eine der grössten Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts.

Die junge Aurore Dupin, Enkelin eines Generalpächters und einer Tochter des Moritz von Sachsen, verbrachte nach dem Tod ihres Vaters fast ihre gesamte Kindheit und Jugend bei der Großmutter in Nohant.

Im Laufe ihres bewegten Lebens kehrte sie immer wieder hierher zurück, um in der vertrauten Landschaft des Berry aus den Erinnerungen ihrer Kindheit und den unbeschwerten Spaziergängen auf dem Land neue Kraft zu schöpfen.

Sie trennte sich von ihrem Mann, Baron Dudevant, Vater ihrer beiden Kinder Maurice und Solange, und beschloss, sich in Paris niederzulassen. Dort lernte sie den Schriftsteller Jules Sandeau kennen.

Sie führte ein von Konventionen freies Leben und entsetzte die damalige Gesellschaft mit ihrem Verhalten. Sie ließ sich die Haare kurz schneiden, trug Männerkleidung und einen Zylinder. Unter dem Einfluss ihres Schriftsteller-Freundes Sandeau veröffentlichte sie 1832 mit 28 Jahren unter dem Pseudonym George Sand den Roman Indiana.

Der Erfolg war so groß, dass sie künftig nie mehr zu schreiben aufhörte. Ihre stürmische Liaison mit Afred de Musset im Jahre 1833 und die gemeinsame Reise nach Venedig waren Teil einer romantischen Phase ihres Lebens und fanden in den Romanen Lelia und Les Mauprat, in denen sie sich gegen die Fesseln der Gesellschaft auflehnte, ihren Niederschlag.

Danach wurde sie von den humanistischen Philosophen und von Chopin beeinflusst und schrieb zahlreiche Romane, die in den Dörfern und Schlössern des Schwarzen Tales spielen.

Die Vorbilder für ihre Romanfiguren waren die Bauern des Berry: Meunier d'Angibault. La Mare au diable (Teufelsteich), Le Peche de Monsieur Antoine, La Petite Fadette (Die kleine Hexe), Francois le Champi (Der Findling). Les Maitres sonneurs.

George Sand hatte eine blühende Phantasie und schrieb mühelos in einem flüssigen und nuancenreichen Stil. In ihrer Autobiographie (Geschichte meines Lebens. 1854), ihren Märchen und Romanen (Les Beaux Messieurs de Bois-Dore, 1857) kommt immer wieder ihre Liebe zur Natur zum Ausdruck.

Die letzte Periode ihres Lebens bis zu ihrem Tod im Jahre 1876 verbrachte sie, von einer Art Legende umgeben, in Nohant, wo man sie aufgrund ihrer Großzügigkeit die ..Gute Dame von Nohant" nannte.

Da ihr erster Hauslehrer, Dr. Deschartres, sie in Anatomie und einfachen pflanzlichen Heilmitteln unterrichtet hatte, betätigte sie sich sogar als Dorfarzt.

Durch ihre immense Arbeit hinterliess sie der Nachwelt etwa 180 Bände und unzählige Zeitungsartikel. Von den 40.000 Briefen, die sie schrieb, sind noch etwa 15.000 erhalten. Eine Zahl, die belegte, dass sie bis ins hohe Alter hart arbeitete und bis zu acht Stunden täglich schrieb.

Ihr ganzes Leben lang suchte sie nach der grossen Liebe, jemanden, der sie genau so lieben konnte, wie sie zu lieben bereit war.

Kaum jemand der George Sand kannte, liess sie gleichgültig. Sie löste entweder begeisternde, verehrende, liebende oder aber verachtende, gar abwehrende Gefühle aus.

Niemand setzte sich in Frankreich derart für leidenschaftliches Lieben ein, predigte die Verschmelzung aller Klassen oder verurteilte die damalige Einengung der Frau und die Institution Ehe.

Zum 200. Geburtstag soll der "Provinzlerin" die größte posthume Ehre zuteil werden, die Frankreich kennt: die Pantheonisierung.

Ihre sterblichen Überreste sollen aus dem Boden von Nohant gegraben und in den Totentempel der Republik auf einem Hügel im 5. Pariser Arrondissement überführt werden.